Die Wunderübung

Komödie von Daniel Glattauer

Die Wunderübung
Sibylle Brunner und Willi Schlüter
Quelle: Joachim Giesel

THEATER in der LIST

Infos zum Event:

Eine Paartherapie für das zahlende Publikum Bejubelt: Theater in der List zeigt „Die Wunderübung“ von LILIAN BUHL Die Dorecks sind seit 39 Jahren verheiratet, die Ehe ist verfahren. Er, Valentin, ist „im Reden unerfahren“, sagt seine Frau. Sie, Joana, in seinen Worten, nur bei der Paartherapie, um ihm „den Kopf zu waschen“. Sie (Sibylle Brunner) und er (Willi Schlüter) reden viel über-,aber kaum noch miteinander – die Probleme lösen soll der Paartherapeut Harald (Kay Szacknys) in Daniel Glattauers „Die Wunderübung“ im Theater in der List. Karl-Heinz Biegler hält seine Inszenierung minimalistisch: Ein spärlich eingerichtetes Gesprächszimmer, drei Charaktere und ihr Text genügen für klassisch-unterhaltsames Theater, mit akzentuiertem Spiel und bissigen Pointen. „Sie sind in der Polemik ein eingespieltes Team“, diagnosziert der Paartherapeut – eine andere Formulierung für einen hoffnungslosen Fall. Wenn das Paar anfänfgt, sich anzukeifen, ist kein Dazwischenkommen mehr. Sämtliche Übungen schlagen fehl, nach einem Rollentausch beschwert sich Joana: „In seiner Haut zustecken, depremiert mich nur noch mehr.“ Das Einzige, was das Ehepaar zusammenschweißt,ist, sich gegen den Therapeuten zu verbünden, etwas, wenn dieser Harmlosigkeit anmerkt: „Ohne Reibung ensteht auf Dauer keine Wärme mehr“ – das Geheimnis der Doreck-Ehe. Diese Reibung auf die Bühne zu bringen, ist gar nicht so einfach. Doch das kleine Ensemble spielt überzeugend. Vor allem, wenn Joana losprescht, kann man als Zuschauer ganz schön ins Schauern kommen. Bis zum Ende fragt man sich, ob der Karren noch aus dem Dreck zu ziehen ist, und wird mehr als einmal überrascht. ...
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