Almas Momente - ein Fotoalbum

Schauspiel von Lutz Hans Zimmer

Sibylle Brunner und inga Kolbeinsson
Almas Momente - ein Fotoalbum
Quelle: (c) Joachim Giesel

THEATER in der LIST

Infos zum Event:

Hoffnung und Sorge: Theater über Demenz Eindrucksvoll: Sibylle Brunner in „Almas Momente“ „Ich halt es nicht mehr aus!“ bricht es aus Tochter Olivia (Inga Kolbeinsson) verzweifelt heraus. Ihre alte Mutter Alma (Sibylle Brunner), die dement ist, schaut sie verständnislos an. Bewegend, alltäglich: In dem Zwei-Personen-Stück „Almas Momente- ein Fotoalbum“ von Hans Zimmer im THEATER in der LIST geht es um das Thema Demenz, um eine Mutter-Tochter-Beziehung und wie die Krankheit das Leben beider verändert – und bereits verändert hat. Eas ist eine geschichte über Liebe, Sorge, Konflikte. Überforderung- desweiteren über Kontrollverlust, Orientierungslosigkeit und den voranschleichenden Verlust von Persönlichkeit. Zimmer hat daraus ein sensibles, packende und berührendes Kammerspiel gemacht, das ein stetiges Wechselbad der Gefühle hervorruft. Die Zuschauer erleben Momente von scheinbarer Normalität, Verrücktheit, Traurigkeit, Hoffnung.Doch auch Schmunzeln, Lachen und Poesie gibt es. Passend zu allem die eingespielte geheimnisvoll-tiefe Musik von Elias Faingersh. Die Besetzung ist ein Glück. Beide Schauspielerinnen harmonieren bestens miteinander, geben sich gegenseitig Raum und erschaffen gemeinsam ein intensives Theatererlebnis. Eindrucksvoll in Mimik, Gestik, Haltung und Sprache, spielt Sibylle Brunner, erst kürzlich 80 Jahre gewordenes ehemaliges Ensemblemitglied des Staatstheaters, die Demente mit ihren plötzlich einsetzenden Verhaltens- und Bewusstseins- Änderungen. Zeigt ausdrucksstark das plötzliche Umschalten Almas, die sogleich ihre eigene Tochter nicht mehr erkennt, sie siezt, und sie sogar aggressiv als „Fremde“ auf Distanz hält oder gar vertreibt… Sehr gut auch Inga Kolbeinsson als Tochter und Fotografin Olivia, der eigentlich nichts weiter übrig bleibt, als ständig auf ihre Mutter zu reagieren…. Ein vielschichtiges Stück, eines, das die Erfahrungen vieler Zuschauer widerspiegelt. Nach einem Moment der Stille, langer, kraftvoller Applaus. Christian Seibt in der NEUEN PRESSE vom 30.3.2019
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